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Last updated: 13 hours ago

Kristof Schreuf ist gestorben. Verdammt.
Dieser euphorische, überschäumende, manchmal nervige, nie zu nervige, liebenswerte und äußerst talentierte Musiker.
Kolossale Jugend mit „Heile Heile Boches“ und „Leopard 2“, Brüllen mit „Schatzitude“ und dann das Soloalbum „Bourgeois with Guitar“.
Ein schmales Werk eigentlich und wir hätten gern noch so viel mehr Lieder von ihm gehabt. Immer wieder war er im Studio und puzzelte mit Tobias Levin an Songs, immer wieder haben wir darüber gesprochen. Aber dann war er wohl wieder abgelenkt, von den vielen tollen neuen Bands, die er entdeckte und für die er sich so begeistern konnte.
Außerdem schrieb er, schöne und kluge Texte, für die taz oder junge Welt, früher auch die Spex.
Jetzt bleibt uns nur, seine Platten rauf und runter zu hören und uns zu erinnern; z.B. an seine phantastische musikalische „Zwischenmoderation“ bei der Buback Labeltour 2011 (persönliche Anekdote: während dieser Tour entdeckte er ein kräuteriges Limo-Erfrischungsgetränk, welches er so lecker fand, dass er permanent darüber sprach und ständig eine Flasche davon bei sich trug), an seine Anrufe im Labelbüro, um von einer neuen Musik zu schwärmen oder einfach auch an phantastische Textzeilen wie „ich verkleide mich als Mensch damit man mich erkennt… von Kopf bis zu den Zehen bin ich ein Riss, ich will durch Wände gehen“.

Geboren am 01.05.1963 in Frankfurt, gestorben am 09.11.2022 in Berlin.

Mach’s gut, lieber Kristof! 🖤

(Nachruf vom 11.11.2022/Buback Tonträger)

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