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«Tschüss Wält», aber «zfrede en Aebike»… Das dritte Album der Luzerner Band Hermann bewegt sich zwischen den Polen Weltschmerz und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben. Fassunglos schaut man zu, wie Egomanen die Welt an den Abgrund treiben (und uns dabei immerhin ein letztes Feuerwerk darbieten, wenn sie in ihren Raumschiffen zum Mars fliehen und dabei verglühen – zumindest wird es so in der ersten Single «Tschüss Wält» besungen), während man in der gemütlichen Wohnung in einer Agglomerationsgemeinde sitzt, die vielleicht nicht der schönste Fleck der Welt sein mag, aber einem alles bietet, was man für ein gutes Leben braucht («Aebike»).
Klar, auch das gute Leben bringt so seine Erschtwältproblemchen mit sich.
Orientierungslosigkeit («Trottoir», «Fundbüro»), Identitätsfragen («Welä beni»), Beziehungskrisen («Ctrl Alt Del») oder all die ungefilterten Reize, die permanent auf einen einprasseln («Dosse scheffts») - alles da. Aber auch: alles halb so schlimm. Zumal man sich ja im Keller treffen und wie «Di letschti Bänd» an den eigenen Liedern erfreuen und die Freundschaft pflegen kann. Oder gemeinsam mit anderen im «Nachtbus» trotz mangelnder Textkenntnisse ein Lied von Züri West mitsingt und sich dabei wohlig zugehörig fühlt.
***
Das Luzerner Trio Hermann spielt minimalistisch gehaltenen Mundart-Pop mit lakonischen Texten, die von wavigen Synthies und Gitarren eingerahmt und einem stoischen Fundament aus Bass und einfachen Drumcomputer-Beats getragen werden.
Klar, auch das gute Leben bringt so seine Erschtwältproblemchen mit sich.
Orientierungslosigkeit («Trottoir», «Fundbüro»), Identitätsfragen («Welä beni»), Beziehungskrisen («Ctrl Alt Del») oder all die ungefilterten Reize, die permanent auf einen einprasseln («Dosse scheffts») - alles da. Aber auch: alles halb so schlimm. Zumal man sich ja im Keller treffen und wie «Di letschti Bänd» an den eigenen Liedern erfreuen und die Freundschaft pflegen kann. Oder gemeinsam mit anderen im «Nachtbus» trotz mangelnder Textkenntnisse ein Lied von Züri West mitsingt und sich dabei wohlig zugehörig fühlt.
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Das Luzerner Trio Hermann spielt minimalistisch gehaltenen Mundart-Pop mit lakonischen Texten, die von wavigen Synthies und Gitarren eingerahmt und einem stoischen Fundament aus Bass und einfachen Drumcomputer-Beats getragen werden.
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